Die Funktionsweise der englischen Lebensversicherung
Die in Großbritannien ansässigen Versicherungsunternehmen setzen bei der Anlage ihrer Kundengelder sehr stark auf Aktienanlagen. Dieses englische Anlagemodell gilt auch heute noch als Synonym für die englische Lebensversicherung. Der Aspekt der Sicherheit bei den Lebensversicherungsverträgen kann durch ein bestimmtes Glättungsverfahren (sog. Smoothing) sehr hoch gehalten. Durch diese Glättung sollen Schwankungen an der Börse entsprechend ausgeglichen werden. Dies geschieht dadurch, dass in guten Börsenjahren eine hohe Mindestreserve gebildet wird, die dann wiederum in schwächeren Jahren diese Differenzschwankungen an der Börse in sich wieder ausgleicht. Das Ergebnis sind auch heute noch exzellente Wertentwicklungen - zwar nicht mehr im zweistelligen Bereich wie bislang, aber immer noch höher als bei deutschen Lebensversicherern.
Grundsätzlich erfolgt die Anlage der Kundengelder in einem sog. With-Profit-Fonds. Dieser Fonds ist darauf ausgelegt, einen hohen Wertzuwachs durch langfristige Investitionen am Aktienmarkt zu erzielen. Der Fonds selbst bietet dabei nicht nur gewisse Garantien, sondern sorgt in sich für einen Ausgleich für kurzfristige Schwankungen. Die hieraus erzielbaren Garantien fallen allerdings von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich aus. Eines haben jedoch alle Lebensversicherungsunternehmen gemein: Die Garantien greifen in aller Regel, wenn der Vertrag auch von Anfang bis zum Ende seiner vereinbarten Laufzeit beibehalten wird. Dies ist Voraussetzung für die Anbieter, da nur auf diese Weise entsprechende Strategien verfolgt und die gewünschte Stabilität erreicht werden kann. Durch diese eisernen Grundsätze profitiert der Anleger von den wesentlich höheren Ertragschancen einer Aktienanlage, ohne dabei ein wesentlich höheres Risiko einzugehen. Denn ein Schlussbonus kann am Ende der Laufzeit nur dann gut geschrieben werden, wenn der Stand der Aktienanlage zum Zeitpunkt des Vertragsauslaufes über der geglätteten Wertentwicklung liegt.
© Copyright bei Englische Lebensversicherung.org | 17.02.2011 | Rubrik: Ratgeber
Informationen
Ratgeber
- Was versteht man unter einer Englischen Lebensversicherung?
- Die Funktionsweise der englischen Lebensversicherung
- Vergleich: Deutsche und englische Lebensversicherung
- Zur Philosophie deutscher Lebensversicherer
- Zur Philosophie englischer Lebensversicherer
- Die Finanzstärke englischer Lebensversicherungen
- Englische Lebensversicherungen unter staatlicher Aufsicht
- Wegfall eines Währungsrisikos bei einer englischen Lebensversicherung
- Die Absicherung der Einlagen bei der englischen Lebensversicherung
- Versicherungsnehmer haben Anspruch auf einen jährlichen Status (Jahresinformation zu Ihrer Versicherung)
- Einlagensicherung durch den Feuerwehrfonds
- Mit welchen Leistungen können Versicherungsnehmer bei einer englischen Lebensversicherung rechnen?
- Mündelsicherheit durch englische Lebensversicherungen
- Vorteile beim Vererben englischer Lebensversicherungen
- Warum britisch?
- Welche Auswahlmöglichkeiten habe ich bei englischen Lebensversicherungen?
- With Profits Policen
- Investment Linked Policen
- Unitised With Profits Policen (UWP Fonds)
- Fondspolicen
- Was ist Smoothing?
- Kostentransparenz
- Garantien
- Fälligkeitsbonus
- Financial Services Authority (FSA)
- Kündigung - Rückkaufswert
- Ratings
- Einmalanlage: Wiederanlage einer fälligen Lebensversicherung
- Gebrauchte englische Lebensversicherung - TEPs (Traded Endowment Policen)
- Englische Lebensversicherung und Abgeltungssteuer
